Referenzen

Das sagen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Grundausbildung in TZT

Judith Herren, lic. phil. Psychologin
Auf der Suche nach Lerninstrumenten und Methoden, die eine möglichst umfassende Lernerfahrung ermöglichen und fördern, haben die TZT- Instrumente - Einstiege, Gruppenbildungen, Situationen, Improvisationen, Realisationen und Ausstiege - für mich ein sehr anregendes Potential. Ich finde sie erlebnismässig zugänglich, sie lassen sich vielfältig ein- und umsetzen, sie wirken motivierend, sie bringen in Bewegung. Die Sprache ist vernetzt mit der Erfahrung. TZT deckt Essentielles in meinem Lernverständnis ab.
Ich kann nur weitergeben, was ich selbst als wirkungsvoll, nachvollziehbar und anregend erfahren habe - beim TZT ist dies so. Die TZT-Grundausbildung hat mich in vielen meiner Ansätze bestärkt, konkrete Erfahrungen waren aber auch Anlass, einige zu überdenken. Ich schätze beides sehr. Ich bin eine sehr strukturierte, aber auch lebendige Vermittlerin. Es ist mir deshalb wichtig, gewisse Freiräume in der Gestaltung bzgl. Stoffvermittlung zu haben, verschiedene Methoden und Instrumente sinnvoll integrieren zu können. Dies ist auch für mich ein noch andauernder Lernprozess. Ich glaube, dass TZT auch hier viele Möglichkeiten in sich birgt, die ich gerne nutze und auch weiterhin nutzen werde.
Ich habe in der TZT-Grundausbildung eine wesentliche Erweiterung meines Repertoires für die Arbeit mit Gruppen erfahren.

Fritz Lüscher, Ausbilder mit eidg. Fachausweis
Bei der Vorbereitung und Planung gewann ich den Eindruck, dass ich mir durch die Grundausbildung in TZT ein solides Grundwissen und ausreichende Praxiskenntnisse erworben habe. Mein Selbstvertrauen blickt zu meinen restlichen Ressourcen und wirkt dabei ganz mutig und entschlossen in Zukunft mit Jugendlichen und Erwachsenen in Betrieben mit TZT zu arbeiten.

Esther Hunziker, Kindergärtnerin, Heilpädagogin
Ich habe mir im Laufe dieses TZT-Ausbildungsgangs Kompetenzen angeeignet, die ich in verschiedenen Stufen und Gruppen anwenden kann.
Als erstes steht die Klassenstunde: Hier habe ich an Flexibilität gewonnen, wage Neues auszuprobieren, habe mehr Ideen und kann eine Stunde besser als Ganzes (Einheit in sich) gestalten, indem ich darauf schaue, dass sich Stoff und stoff-immanentes Thema durch alle Tätigkeiten und Spiele wie ein roter Faden durchziehen.
Oft komme ich in Situationen, wo ich KlassenlehrerInnen vertrete. Ich habe angefangen, mir TZT-Lektionen aus der Literatur (TZT-Ideen, Impulse, vor allem in Deutsch) zusammenzustellen. Die SchülerInnen steigen meist sehr gut darauf ein und zeigen Freude am Spielen und erweitern gleichzeitig ihre Kompetenzen auch im Sozialen.
Ein ungeplantes Anwendungsfeld für TZT hat sich mir gezeigt in der Arbeit auf Kollegiumsebene. Viele Themen werden in unserer Schule in Untergruppen bearbeitet. Ich war Teil der „Achtsamkeitsgruppe", die intensiv auf Schüler- und Kollegiumsebene an einer guten Schulhauskultur arbeitete. Es macht mir sehr Spass, TZT-Ideen einzubringen und auch umzusetzen.

Martin Müller, Schulsozialarbeiter
Umsetzungsmöglichkeiten habe ich viele, meist im Kriseninterventionsbereich. Bei einer Weiterbildungseinheit für LehrerInnen, die ich durchführte (Lösungsorientierte Elterngespräche), nutze ich TZT-Anlagen, wobei sie mir als Einstieg behilflich sind. Denn anschliessend nutzte ich weitere Methoden der Sozialen Gruppenarbeiten. Dies zeigt mir auf, wie wichtig TZT-Anlagen sind, denn die LehrerInnen reagieren sehr positiv darauf. Es besteht ein Handlungsbedarf, besonders mit Erwachsenen, mehr davon zu kreieren, eben als TZT-Einheit. Mit Jugendlichen setze ich mehrere TZT-Einheiten (jeweils 2 Lektionen) um. Meine Kompetenzen in der Sozialen Gruppenarbeit wuchsen dadurch. Ich habe eine zusätzliche Methode, die reich an Farbe, Duft und Gefühl ist, denn die Sinne werden genutzt, um dem Lernen die Nachhaltigkeit zu geben.

Katja Schorer, Lehrerin
Ich habe ein neues Führungswerkzeug für mein berufliches Tätigkeitsfeld kennen gelernt. TZT macht mir Spass .Mir gefällt der Aufbau des TZT mit all seinen Anlagen. Es ist für mich eine Vertiefung meiner bereits vorhandenen Fähigkeiten als Lehrperson. TZT fordert mich heraus , noch präziser mit meiner Klasse zu arbeiten und noch mehr Gespür für sie und die einzelnen Kinder zu entwickeln. ( Gruppenphase und Gruppenthema erkennen ) Ich merke nun schneller, wo„ das Problem" liegt .
Ich habe gelernt Beziehungssätze zu formulieren .Das war für mich eine ganz neue , aber sehr hilfreiche Erfahrung .
Ich habe viel über Gruppenstruktur und deren Dynamik gelernt und erfahren . Dies hat für mich auch sehr viel Selbsterfahrung beinhaltet , was für mich enorm wertvoll war.
Ich bekam einen Einblick ins Forumtheater und andere kreative Theaterformen.

Anette Lüthi, Sozialpädagogin
Auf der praktischen Ebene habe ich viel über Gruppenprozesse erfahren. Es war für mich das erste Mal, dass ich bewusst Gruppenphasen und Gruppenprozesse erlebt und wahrgenommen habe. Dieses Erlebnis ist für mich eine Bereicherung in der weiteren Arbeit mit Gruppen. Ich bin sensibilisiert auf gewisse Abläufe und habe konkrete Anhaltspunkte, welche mir helfen, festzustellen wo die Gruppe steht und was sie braucht. Mich selbst in einer neuen Gruppe zu erleben, hat meine Sozial- und Selbstkompetenz erweitert. Ich habe dadurch die Möglichkeit erhalten, eigene Verhaltensmuster zu erkennen und zu reflektieren. Ich habe zum Beispiel gelernt, Spannungen und Auseinandersetzungen auszuhalten und dabei mir selber treu zu bleiben.

Kristin Ludin, Lehrerin
Dieses Prinzip „Menschlich Lernen", das heisst die kognitiven, seelischen und physischen Kräfte im Menschen zu berücksichtigen und diese Kräfte gleichwertig zu nutzen, um einen nachhaltigen Lernprozess zu fördern, ist und war mir ein grosses Anliegen, seit ich als Lehrerin tätig bin.
Ich habe in der TZT Ausbildung ein gutes Werkzeug, viele Ideen und die Einführung in die Grundsysteme des TZT erhalten, um diesem Prinzip getreu mit den Schülern zu arbeiten.

Marianne Thalmann, Leiterin therapeutische Wohngruppen
Der Grundlagenkurs des TZT hat mein Repertoire in Bezug auf die Möglichkeiten einen Stoff zu vermitteln sichtbar erweitert. Ich habe mehr Ideen, bin mutiger bei Aufgabenstellungen und habe mehr Bewegung in meine internen Fortbildungsangebote gebracht.
Bei speziellen Fragestellungen kommen mir schnell Ideen wie etwas zu vertiefen ist.

Thomas Ganz, Sekundarlehrer
Seit langer Zeit habe ich gefühlt, dass Schule und Lernen mehr sein muss als ein Anhäufen von Wissen und Fertigkeiten. Die Bedeutung des Ganzheitlichen hat mich immer beschäftigt, gerade im Umgang mit lernschwachen Kindern und Jugendlichen. Trotz unablässigem didaktischem Bemühen hat mich das Resultat meiner Arbeit oft nicht befriedigt. Zusätzlich stelle ich fest, dass die Anforderungen an unsere Jugendlichen in Richtung kognitivem und vernetztem Denken, Abstraktions- und Kommunikationsfähigkeit und Selbstverantwortung steigen. In dem Masse wie die Beschäftigung mit den realen Dingen und Stoffen, Emotionen und Erlebnissen abnehmen, nehmen sie im Bereich des Virtuellen und der Scheinwelten zu. Bin ich vielleicht darum beim Werken gelandet?!
Die Leitidee des TZT holt mich demnach genau bei meinem Bedürfnis ab.
Ja, es hat mir den Blick für die Dimension des Spiels und des Erlebnisses, für das Lernen durch Emotionen und für die Mitwirkung der Gruppe, der Teamentwicklung, geschärft. Was ich bis jetzt beim Werken ebenfalls als Bündelung kognitiver, seelischer und physischer Kräfte des Einzelnen erlebt habe, erlebe ich jetzt in den TZT Anlagen zusätzlich noch als soziale Komponente, als Kraft der Gruppe.
Persönlich freut mich, dass ich meine Spielfreude gefunden und den Mut weiter entwickelt habe, mich in Szenen auch auf dünnes Eis zu wagen. Selbst wenn es nur auf unser gutes Gruppenklima zurück zu führen wäre; es bleibt dennoch das Gefühl zurück: Ich hab es einmal gespielt und ich würde es in ähnlicher Form wieder tun.
Die TZT Ausbildung hat mir den Glauben gefestigt, dass in Gruppen auch Lernen stattfindet, wenn scheinbar wenig passiert. In der Möglichkeit, eine Situation oder Rolle zu erleben und auszuprobieren, liegt schon ein Lernprozess. Ich habe das Modellhafte des Handelns und Spielens erkannt. Als Lehrer glaube ich vermehrt an diese Wirkung und muss nicht alles nochmals bereden, aufschreiben lassen oder sofort Resultate sehen. Ich glaube vermehrt auch an eine spätere Wirkung.


Graziella Affuso, Erwachsenenbildnerin AEB
Seit 1998 beschäftige ich mich mit TZT oder das TZT mit mir. Im letzten Ausbildungsjahr zu Erwachsenenbildnerin AEB, hatte ich einige unbeantwortete Fragen bezüglich dem Lehren und dem Umgang mit Gruppen. Obwohl ich schon verschiedene gute Erfahrungen als Berufschullehrerin für Pflege gemacht hatte, blieb ein Teil von mir unzufrieden.
Es musste doch etwas geben, womit Lernen zu einem echten Erlebnis und Bedürfnis wurde und nicht nur ein „Auswendiglernen" von Stoff?
Welche verschiedene Möglichkeiten gab es mit Gruppen zu arbeiten, sie zu fördern?
Vor allem Gruppen mit destruktiven Mustern, die schon nach kurzer Ausbildungszeit ausgebrannt waren? Wie brachte man eine solche Gruppe wieder dazu, Vertrauen zueinander zu haben und die Freude am gemeinsamen Lernen wieder zu entdecken?
Aufgrund dieser und anderen Fragen, entschied ich mich im letzten Projektjahr meiner Ausbildung für das Thema „ Erfahrungs- und Erlebnisorientiertes Lernen", gemeinsam mit acht anderen Mitinteressierten. In diesem Jahr lernte ich verschiedene Dozentinnen und Dozenten kennen, welche mit erlebnisorientierten Methoden arbeiten. Unter anderem erlebte ich Heinrich Werthmüller und „sein" TZT . Diese Begegnung hat mich beeindruckt und ich hatte das Gefühl endlich Antworten oder Lösungsansätze auf meine Fragen zu finden.
So haben mich die Ideen des TZT nicht mehr losgelassen und ich besuchte fast jährlich einen TZT- Kurs um mich als Lehrerin weiterzubilden und auch über mich mehr zu erfahren. Dann 2005 habe ich mir einen Wunsch erfüllt und habe mich für die Grundausbildung in TZT entschieden, obwohl ich 2004 aus der Berufsschule ausgestiegen bin. Schon vor Beginn der Ausbildung kannte ich die Grundideen des TZTs. Ich wusste auch einiges über Gruppen, da ich meine Diplomarbeit (AEB) zum Thema „Die Evaluation und Förderung der Sozialkompetenz in Gruppenarbeiten" geschrieben und einige Jahre „Gruppendynamik" unterrichtet hatte. Trotzdem wurden mir in diesem Jahr, nochmals viele Feinheiten bewusst, welche ich bis anhin nicht wahrgenommen habe. Themen, welche für mich an Bedeutung gewonnen haben!
Mir wurde nochmals die Wichtigkeit des SIT (Stoffimmanentes Thema) bewusst, ich hatte vorher mehr Bedeutung auf das GIT (Gruppenimmanente Thema) gelegt.
Ich habe gelernt, eine ganze Lektion nach TZT zu gestalten, nicht einfach irgendwo nach Lust und Laune eine Methode oder ein Spiel einzusetzen, sondern die Anlage einzusetzen, die zum SIT und vielleicht sogar zum GIT passt.
Mir ist viel bewusster wann, welche Einheit Sinn macht. Grundsätzlich lerne ich immer mehr auf die Qualität statt Quantität zu achten. Früher habe ich die Teilnehmer mit verschiedenen kreativen Ideen manchmal überfordert und ermüdet. Heute setze ich weniger verschiedene Methoden ein, sondern achte viel mehr auf einen stimmigen Ablauf.
Forumtheater
Mit dem einwöchigen Erarbeiten eines Forumtheaters zum Thema „Lovestory", habe ich etwas Wichtiges für mein Leben gelernt. Ich kannte verschiedene Formen des Forumtheaters, aber diese Woche ist mir persönlich sehr nahe gegangen. Durch das wiederholte Spielen meiner Rolle im Forumtheater, wurde mir ein weiterer Teil meiner Persönlichkeit bewusst, den ich bis anhin nicht so wahrgenommen habe. Persönlichkeitsentwicklung ist nichts anderes als zu Lernen sich anders zu Verhalten wie gewohnt. Das Verhalten, das einem nicht so gut tut, zu ändern. Wow, was für eine Methode!
Was mir bleibt, ist der Eindruck, dass TZT kann immer und bei jeder Gruppe angewendet werden kann, ich muss nur wissen wie. Ich glaube nicht daran, dass es Gruppen oder Situationen gibt, wo es nicht möglich ist, nach der Idee des TZT zu arbeiten.
Hinter der Idee des TZT steckt für mich der Glaubenssatz : „ Ich habe Interesse an dir, respektieren deine momentane Situation und deine Herkunft und möchte mit dir Neues lernen".